Die Gemeinde Cordoba Castro del Rio Es findet am 21. März um 13:30 Uhr im Peña Flamenca Castreña el Zweites Treffen der alten SaetasDiese Veranstaltung widmet sich der Wiederentdeckung und Verbreitung der ursprünglichsten Formen dieses Andachtsliedes der Karwoche. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, verschiedene Stile der Saeta Vieja, der liturgischen Saeta und der Saeta Llana zu hören – einer musikalischen Ausdrucksform, die der Flamenco-Saeta vorausging.
Während die Flamenco-Saeta, die vermutlich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstand, den Fokus auf künstlerische Darbietung und professionelle Performance legte, reichen die Wurzeln der traditionellen Saeta bis ins 14. bis 18. Jahrhundert zurück und sind mit den Verkündigungen und Balladen religiöser Orden wie der Franziskaner und Dominikaner verbunden. In diesen frühen Formen lag der Schwerpunkt vor allem auf der literarischen und katechetischen Botschaft, begleitet von einfachen Melodien und minimaler Verzierung.
Castro del Río, Gastgeber der Tradition
Die Gastgeberstadt bewahrt mehrere Traditionen von großem historischem Interesse. Unter ihnen sind folgende besonders hervorzuheben: Pfeil zur Rigor o Straße Schrei, gekennzeichnet durch seinen geraden, strengen Vortrag, der praktisch frei von Melismen ist und mit natürlicher Stimme und klarer Artikulation der Quintillen vorgetragen wird.
Daneben erscheint das SamariterMusikalisch von der Proklamation abgeleitet, jedoch mit einer aufwendigeren Melodie, insbesondere in den geradzahligen Strophen, erinnert ihr Name an die Evangeliumsstelle von der Samariterin. Folgendes wird ebenfalls aufgeführt: Pfeil des Heiligen Weges von einfacherer Natur, traditionell mit dem Kreuzweg im Morgengrauen verbunden und in den letzten Jahren aufgrund der Volksbegeisterung wiederentdeckt worden.
Loja und das einzigartige Ritual der Räuchergefäße
An dem Treffen werden auch folgende Personen teilnehmen: Saeta de LojaBekannt als Pfeil der Weihrauchbrenner oder der SatireSeine Interpretation ist mit dem alten Ritual der Weihrauchträger verbunden, Gruppen von acht Männern, die Choreografien und Verehrungsriten aufführen, die an die vor dem Kreuz bekehrten römischen Legionäre erinnern.
Musikalisch handelt es sich um eine einfache Modalität, obwohl sie eine Besonderheit aufweist: Die Ausführenden verändern den Ton bewusst in einigen seiner Terzen, ein Merkmal, das unter den dokumentierten antiken Saetas praktisch einzigartig ist.
„Das zweite Treffen der alten Saetas in Castro del Río bietet Ihnen die Möglichkeit, verschiedene Variationen derselben kulturellen Wurzel zu hören. Sie alle teilen dieselbe Essenz: ein gesungenes Gebet, das auf Effekthascherei verzichtet und sich auf Emotion und spirituelle Bedeutung konzentriert und somit ein lebendiges Zeugnis der kulturellen und religiösen Geschichte Andalusiens darstellt.“
Ziege und die Wiederentdeckung fast verschwundener Stile
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung ist die Cabra-Tradition, in der in den letzten Jahrzehnten fast vergessene Stile wiederbelebt wurden. Diesen Saetas gehen üblicherweise der Klang von Burlas (Trompeten) und der Schlag einer tiefen Trommel voraus.
Zu den hörbaren Varianten gehören die Saeta de Petaca y Vega, mit einem Überwiegen hoher Register und gewissen flamencoartigen Nuancen; Saeta von José Barranco, von rezitativischer Natur und monotoner Melodie; und die singuläre Saeta von Doña Concha Cabello, ein aus musikalischer Sicht sehr origineller lyrischer Stil.
Die Eleganz der Kaserne von Puente Genil
Die Tour wird abgeschlossen mit der Saeta Cuartelera de Puente GenilEs handelt sich wohl um eine der raffiniertesten Formen innerhalb der traditionellen Saetas. Obwohl sie die für das Genre charakteristische Zurückhaltung beibehält, besitzt ihre Melodie einen größeren Ausdrucksreichtum, beeinflusst von der Flamenco-Tradition der Stadt Córdoba.
Dieses Lied entstand in der intimen Atmosphäre der Mananta-Kaserne, wo es einen dialogischen und tief emotionalen Charakter annahm.
Lebendiges Erbe des leidenschaftlichen Andalusiens
Das zweite Treffen der alten Saetas von Castro del Río wird uns somit ermöglichen, verschiedene Variationen desselben kulturellen Ursprungs zu hören: die alten Proklamationen und gesungenen Romanzen, aus denen diese Formen der gesungenen Andacht entstanden sind.
Über ihre lokalen Unterschiede hinaus teilen sie alle das gleiche Wesen: ein gesungenes Gebet, das auf Prunk verzichtet, um sich auf Emotionen und spirituelle Bedeutung zu konzentrieren und so ein lebendiges Zeugnis der kulturellen und religiösen Geschichte Andalusiens darstellt.





















































































